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Am 05. März 2026 wurde im Stadtrat der Stadt Bexbach der aktuelle Zwischenstand der Kommunalen Wärmeplanung präsentiert. Als beauftragtes Fachbüro begleiten wir die Stadt bei der Entwicklung einer langfristig nachhaltigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung.
Die Veranstaltung bot den Mitgliedern des Stadtrats, der Verwaltung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Öffentlichkeit und Lokalpresse einen umfassenden Einblick in den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte im Planungsprozess.
Ein zentraler Bestandteil der Präsentation war die Analyse der aktuellen Energieverbräuche im Stadtgebiet. Diese sogenannte IST-Analyse bildet die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte.
Erfasst und ausgewertet wurden unter anderem:
Wärmeverbräuche verschiedener Gebäudetypen
räumliche Verteilung des Energiebedarfs im Stadtgebiet
bestehende Versorgungsstrukturen und Energieträger
relevante Gebäudestrukturen und Nutzungen
Die Auswertung dieser Daten ermöglicht es, den aktuellen Zustand der Wärmeversorgung in Bexbach transparent darzustellen und Ansatzpunkte für zukünftige Optimierungen zu identifizieren.
Aufbauend auf der Bestandsanalyse wurden im nächsten Schritt Potenziale zur Reduktion des Wärmebedarfs sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien untersucht.
Dabei standen insbesondere folgende Aspekte im Fokus:
energetische Sanierungspotenziale im Gebäudebestand
Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen
Reduktion von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen
langfristige Entwicklung des Wärmebedarfs
Diese Potenzialanalyse ist ein wichtiger Baustein, um realistische und wirtschaftlich tragfähige Zukunftsszenarien für die Wärmeversorgung zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation war die Vorstellung erster Zielszenarien für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt Bexbach.
Dabei wurde aufgezeigt, wie sich die Wärmeversorgung unter Berücksichtigung verschiedener technischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen entwickeln kann. Ziel ist es, langfristig eine klimafreundliche, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung zu ermöglichen.
Im Rahmen der Planung wurde das Stadtgebiet außerdem in verschiedene Clusterbereiche unterteilt. Diese Einteilung hilft dabei, geeignete Versorgungslösungen für unterschiedliche Stadtstrukturen zu identifizieren.
Unterschieden werden unter anderem:
Gebiete mit Potenzial für zentrale Versorgungssysteme, beispielsweise Wärmenetze
Gebiete mit dezentralen Lösungen, etwa Einzelanlagen oder gebäudeindividuelle Systeme
Fokusgebiete mit besonders hohem Transformationspotenzial
Diese differenzierte Betrachtung ermöglicht eine passgenaue Planung für die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Präsentation waren erste vertiefte Untersuchungen zu potenziellen Wärmenetzgebieten.
Dabei wurden unter anderem folgende Faktoren analysiert:
räumliche Wärmebedarfsdichten
mögliche Anschlussgebiete
technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit
Integration erneuerbarer Wärmequellen
Wärmenetze können insbesondere in dicht bebauten Bereichen eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung spielen.
An der Präsentation nahmen rund 40 Personen teil, darunter der Bürgermeister, Mitglieder des Stadtrats aller Fraktionen, Vertreter der Verwaltung, interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Vertreter der lokalen Presse.
Die Veranstaltung bot Raum für einen intensiven fachlichen Austausch über die bisherigen Ergebnisse sowie über mögliche nächste Schritte im weiteren Planungsprozess.
Die Kommunale Wärmeplanung bildet eine zentrale Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Energieversorgung in Städten und Gemeinden. Sie schafft Transparenz über bestehende Strukturen, identifiziert Potenziale und zeigt langfristige Entwicklungspfade für eine klimaneutrale Wärmeversorgung auf.
Für Kommunen bedeutet dies vor allem:
bessere Planungssicherheit für Investitionen
langfristige Versorgungssicherheit
Unterstützung der kommunalen Klimaschutzziele
Wir freuen uns, die Stadt Bexbach bei der Entwicklung ihrer kommunalen Wärmeplanung begleiten zu dürfen und gemeinsam tragfähige Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung zu erarbeiten.
Die nächsten Projektschritte werden die weiteren Analysen, die Konkretisierung der Versorgungsszenarien sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen für die Umsetzung der Wärmewende vor Ort umfassen.
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„Es begann mit einer Idee und der Überzeugung, dass gute Planung Menschen verbindet.“ Walter Rieker,...